Digitale Zeitreise
Wer träumt nicht davon, einmal in die Vergangenheit zu reisen und zu erleben, wie die Menschen früher gelebt haben? Die digitale Zeitreise macht die reiche, vielschichtige, aber oft unsichtbare Geschichte der Stadt Linz am Rhein mithilfe des Einsatzes von Augmented Reality (AR) digital greifbar. Geplant sind interaktive Routen an geschichtsträchtigen Orten in Linz, an denen die Nutzerinnen und Nutzer mehr über die Historie erfahren, spielerische Einblicke in das Leben der damaligen Bevölkerung und somit ein lebendiges Bild der Stadt und ihrer Vergangenheit erhalten.
Ziele des Projekts
Wissensvermittlung: Nutzende sollen durch die „Digitale Zeitreise“ ein authentisches, lebendiges Bild der Vergangenheit der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger erhalten. Der gut dokumentierte Datenbestand des Stadtarchivs mit umfangreichem Text- und Bildmaterial zur Geschichte von Linz dient dabei als fundierte Grundlage. Zudem fördert die explorative Anwendung eine aktive Auseinandersetzung mit den Inhalten.
Erlebnis für „Jung und Alt“: Nutzende sollen entlang der Routen sowie an den einzelnen Stationen, Informationen in unterschiedlicher Detailtiefe erhalten. Begleitet werden sie durch einen persönlichen, digitalen Stadtführer, einen sogenannten „Avatar“, welcher Erklärungen zu bestimmten Orten und Ereignissen liefert. Auf diese Weise können historisch Interessierte einen detailreichen Einblick – auch mittels digitaler Rekonstruktionen von Gebäuden und Sehenswürdigkeiten - in die geschichtlichen Zusammenhänge erlangen. Für das jüngere Publikum hält der Avatar spielerische Elemente, wie Sammeln, Suchen und Quizfragen beantworten bereit und lädt so zum Mitmachen ein.
Steigerung der Aufenthaltsqualität, Stärkung des Tourismus/ der lokalen Wirtschaft: Die Zeitreise soll unterhalten, überraschen, spielerische Elemente bieten und eine emotionale Verbindung zur Stadt herstellen, um somit Besucherinnen und Besucher zum längeren Verweilen in der Stadt einzuladen und auch in der besucherschwächeren Nebensaison nachhaltige Anreize zum Besuch der Stadt setzen. Die erhöhte Aufenthaltsdauer stärkt wiederum die lokalen Geschäfte und Gastronomiebetriebe.
Barrierefreiheit: Ein wesentliches Ziel des Projekts besteht darin, Menschen mit Einschränkungen bzw. körperlichen Beeinträchtigungen, Möglichkeiten zur Teilhabe zu bieten. Dies soll durch zusätzliche Funktionalitäten, wie z.B. Audioguides, erreicht werden.
Projekt-Umsetzung
Einsatz von Augmented Reality
Diese Ziele sollen mithilfe des Einsatzes einer sogenannten Augmented Reality-Anwendung, welche jeder Besucher über sein mobiles Endgerät (Smartphone) abrufen kann, erreicht werden. Der Begriff Augmented Reality (kurz AR) bezeichnet eine Technologie zur Erweiterung der realen Welt um digitale Informationen z.B. Texte Bilder oder 3D-Modelle sowie audiovisuelle Elemente (Geräusche im Hintergrund oder Sprache). Die Umgebung bleibt dabei weiterhin sichtbar und wird gezielt durch digitale Elemente ergänzt. Der Einstieg/Zugang in das virtuelle Erlebnis erfolgt über das Scannen eines speziell generierten und auf Linz zugeschnittenen QR-Codes oder über einen einfachen Weblink. Es ist kein umständlicher Download und keine Installation aus einem App-Store erforderlich, so dass keine technischen Vorkenntnisse seitens der Nutzer erforderlich sind.
Interaktive 3D-Karte & digitaler Zwilling
Ein zentrales Element der geplanten Anwendung stellt die interaktive 3D-Karte der Linzer Altstadt dar. Sie ermöglicht das mühelose Auffinden der verschiedenen Stationen der digitalen Zeitreise, die präzise Bestimmung und Visualisierung des eigenen Standorts in Echtzeit und die detaillierte Planung sowie Verfolgung individueller oder vordefinierter Erkundungsrouten.
Modulare Erweiterungen
Im Rahmen des technischen Konzepts wurde bereits berücksichtigt, dass die Anwendung im Betrieb durch weitere Orte, Inhalte und Funktionen erweitert werden kann. Perspektivisch sollen so nach und nach auch Orte und Themen in der gesamten Verbandsgemeinde Linz am Rhein eingebunden werden können.
Das Projekt startet im späten Herbst 2025 in die Umsetzung. Aufgrund der inhaltlichen und fachlichen Komplexität ist mit einer Umsetzungszeit von ca. 1 bis 1,5 Jahren zu rechnen.

Kontakt:
Boryana Dimitrova
boryana.dimitrova@linz.de
+49 (0) 15164757912


